Ausstellungseröffnung: Gemaltes Grau

Wiebke Müller-Stüler, Grisaille abstrakt

Eröffnung der Ausstellung mit Himmelsbildern und Stillleben von Wiebke Müller-Stüler | Musik: Stefan Weinzierl, Vibraphon

"Wenn ich male, sitze ich wie in einer verschlossenen Dose mit einer Leinwand, Farben, Wasser, Pinseln und inneren Bildern", sagt Wiebke Müller-Stüler. Sie fotografiert nicht. Stattdessen speichert sie Gesehenes in sich ab – und irgendwann, manchmal nach Jahren, kommen die optischen Erlebnisse aus der Erinnerung, gefiltert und abstrahiert, "wieder als Bild heraus". Menschen finden sich nicht auf ihren meist 60 mal 80 Zentimeter großen Leinwänden, bisweilen Figürliches, vorwiegend aber Landschaften: Wasser, viel Himmel, Wolken, auch Bäume und Blumen – Schicht für Schicht in durchscheinenden Lasuren übereinander gelegt.

Die gebürtige Hamburgerin, die von 1959 bis 1965 an der hiesigen Hochschule für Bildende Künste als Meisterschülerin von Walter Arno und Paul Wunderlich Malerei und Grafik studierte, arbeitet vorwiegend mit Acrylfarben, stark mit Wasser verdünnt. Sie experimentiert gern mit Pinseln und Papieren, jüngst auch mit Naturschwämmen verschiedenster Größe und Porenform. Dabei entwickelte sie eine Malweise mit Flecken und Punkten, die Palette auf unzählige Grautöne reduziert. Für die Ausstellung (bis 5. Juni) hat Wiebke Müller-Stüler, die nach Jahren in Aachen, London und Düsseldorf 2004 an die Elbe zurückkehrte, einige solcher Grisailles ausgewählt – Stillleben, die wie architektonische Szenerien anmuten. Daneben sind monochrome Himmels bilder und Landschaften zu sehen.

Ort: Gemeindehaus

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